Sinn im Leben

Kürzlich lud mich der Lehrstuhlinhaber meiner Fakultät, der nicht nur mein Chef, sondern auch ein lieber Freund geworden ist, ein, an einem Projekt zum Thema „Natürliche und Künstliche Intelligenz im Anthropozän“ mitzuwirken, das u.A. einen Vortrag im Rahmen des Ladenburger Diskurses erforderte.

Ich freute mich sehr, meine Ansichten präsentieren zu können, die dystopische Zukunftsszenarien, in denen autonome künstliche Intelligenzen die Menschheit eliminieren, entschärfen. Viel wichtiger erachte ich es, nach Möglichkeiten zu suchen, unsere Menschliche Intelligenz (auch durch Nutzen von KI) vor allem in ihren ethischen Implikationen zu stärken (statt weiter den Niedergang unserer akademischen und, eher noch: unserer sozialen / emotionalen Intelligenz auch durch den übermäßigen Gebrauch von KI zu beobachten).

Als ich das Vortragsprogramm sah, entdeckte ich, dass ich nach Prof. Dietrich Dörner sprechen sollte. Sofort regredierte ich auf den emotionalen Zustand einer

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Während einiger meiner Freunde sich bereits in die freiwillige Selbstisolation zurückgezogen haben, um jeder möglichen Gefährdung und Gefahr durch Ausharren aus dem Weg zu gehen, spüren andere Freunde ebenso die Tatendrang: JETZT will sich noch getroffen werden, JETZT will dieses oder jenes noch erlebt sein. Die Atmosphäre ist von einer ängstlichen Dringlichkeit erfüllt, von einer Erwartungshaltung, dass uns erneut jeden Moment unsere Autonomie, für unsere Bedürfnisse einzustehen, abgesprochen wird.
Freiheit, Selbstbestimmung, Beziehung und Bindung sind ebenso wie Sicherheit, Gesundheit und Bewegung Bedürfnisse. Niemand kann, niemand darf sie für uns reglementieren, niemand darf sie uns nehmen. Wenn wir schon, nach Hannah Arendt, über kein Menschenrecht an sich verfügen,d ass wir nicht immer und immer wieder neu aushandeln, neu erstreiten müssen, so teilen wir mit allen anderen

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